Zertifikatslehrgang Strukturelle Familien- und Falldiagnostik (SFD) Zertifikatslehrgang Strukturelle Familien- und Falldiagnostik (SFD)

Allgemeine Informationen

Ziel:

Diagnostik ist ein Kern professioneller Arbeit von Menschen, die im sozialen, pädagogischen oder therapeutischen Bereich tätig sind.

Tragfähige persönliche Lösungen sind nur dann zu erzielen, wenn nicht das „Störungsbild“ eines Menschen Basis der Erörterung ist, sondern eine ressourcen- und lösungsorientierte fundierte Diagnostik. Strukturelle Familien- und Falldiagnostik führt zu fachlich fundierten Zielen und individuell zugeschnittenen Interventionen.

Sie ist darauf gerichtet, die Menschen in Ihrer konkreten Lebenssituation zu verstehen, und ihre Thematik im familären Kontext als sinnmotiviert zu entschlüsseln. Auf dieser Basis eröffnet sich dem Klienten – aus neuer Perspektive – ein Raum an Möglichkeiten, in dem er sich wieder als Akteur seines Lebens verstehen kann.

Die Bedeutung von familiären und außerfamiliären Einflüssen auf die Entwicklung der Identität und Individualität des Menschen zu verstehen, ist zentral für das strukturale Fallverstehen. Dass dabei sowohl die konkrete, in sich zumeist sehr komplexe und vielschichtige Entwicklungsproblematik als auch die vorhandenen Selbstheilungspotentiale (Ressourcen) herausgearbeitet werden, ist für die Methode des strukturellen Fallverstehens nach Oevermann konstitutiv.

Alle empirischen Studien, die sich mit Diagnoseverfahren beschäftigen, bestätigen eindeutig, dass eine verbesserte Diagnosekompetenz der PädagogInnen zu einer Verbesserung der KlientInnenentwicklung führt.

Daten zum Lehrgang:

 

Aufnahmevoraussetzungen:
  • Vollendetes 21. Lebensjahr
  • Abgeschlossene Soziale Grundausbildung
  • Verständnis für systemtheoretische Zusammenhänge
  • Persönliche Eignung durch analytische und soziale Kompetenz
  • die Fähigkeit des logischen Schließens, sowohl unter der Berücksichtigung von Gesamtzusammenhängen als auch spezifischen Falldetails.
  • Die Fähigkeit, Erkenntnisse aus verschiedenen relevanten Wissenschaftsbereichen interdisziplinär in Einklang zu bringen.
  • Bereitschaft für einen verständnisvollen und wertschätzenden Umgang mit anderen
  • Kommunikationsfähigkeit sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Handeln.
Dauer: 2 Semester, 12-13 Monate
Unterrichtsform: Seminare, Einzel- und Gruppenarbeit, Praxis, Fallbeschreibungen und Besprechungen
Unterrichtsumfang:

max. 8 Seminarblöcke zu 1-3 Tagen
11 Unterrichtseinheiten pro Tag
10 UE Intervision, Peergroup
20 UE Abschlussarbeit

Das Gesamtausmaß des Lehrgangs beträgt 217 Einheiten (1 EH sind 50 min).

Dieser Lehrgang entspricht 8 ECTS

Unterrichtszeiten:

2 tägige Seminare

  • Freitag 14:00-20:00 Uhr
  • Samstag 09:00-18:00 Uhr

3 tägige Seminare Freitag

  • Freitag 14:00-20:00 Uhr
  • Samstag 09:00-18:00 Uhr
  • Sonntag 09:00-17:00 Uhr
Teilnehmerzahl:

max. 16 TeilnehmerInnen

Abschluss: Abschlussarbeit, Abschlussgespräch
Standort:

Standort Steyr

IBQ – Institut für Bildung und Qualifizierung

Nordpool Steyr
Wolfernstraße 20b
4400 Steyr

Kosten:

€ 2.290,00

Bei Ausbuchung(max. TeilnehmerInnenzahl) der Lehrveranstaltung, sind die Ausbildungskosten um 5% niedriger.

Nächster Lehrgangsstart Steyr OÖ – Start 12.10.2018

Termine und Anmeldung

Termine sind online

Zur Online-Anmeldung

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Infofolder

Ausbildungsinhalte

Die Fächer in Kurzbeschreibung

Selbsterfahrung
Der Ausbildungsteil „Selbsterfahrung“ ist in den Ausbildungsblöcken integriert.

Modul 1: Grundlagen zur strukturellen Familien-System-Diagnostik (22UE)
In diesem Modul begegnen Sie den zentralen Elementen des rekonstruktionslogischen Fallverstehens und erfahren deren Anwendung an einem Fallbeispiel.

Modul 2: Rekonstruktion der Familiengeschichte (22UE)

Die Teilnehmer/innen sind in der Lage, eine Familiengeschichte ausschließlich mittels recherchierter Daten (Geburtsdaten, Sterbedaten, Heiratsdaten, Beruf, Wohnort, etc.) zu rekonstruieren und das treibende Handlungsmuster über mehrere Generationen zu erkennen. Es lassen sich somit fundierte Aussagen entwickeln zu Fragen wie:

  • Nach welchen Prinzipien funktioniert eine Partnerschaft?
  • Wie lebt sich Elternschaft jenseits eines Gebrauchsmusters?
  • Woraus ergeben sich klare Grenzen innerhalb und außerhalb der Familie?
  • Familie und Gesellschaft, - welchen Beitrag kann Familie heute leisten? uvm.

Modul 3: Analyse der Persönlichkeitsstruktur (11UE)
Sprache als Handlung zu verstehen und diese sequenzanalytisch zu analysieren, führt zu einer tiefen Erkenntnis des treibenden latenten Handlungsmusters des Klienten. Sie erwerben die Kompetenz, mit wenig „Text“ eine tiefe Verstehensebene zu erschließen.

Modul 4: Theoretische Grundlagen und Erkenntnisse der SFD (33UE)
Die Familiensystemdiagnostik funktioniert, da sie dem realen Prozess des Lebens folgt, davon konnten Sie sich bislang hauptsächlich im praktischen Tun überzeugen. Auf welchen einzelwissenschaftlichen Erkenntnissen die SFD beruht und welche Ergebnisse sie selbst in der Grundlagenforschung gewinnen konnte, ist Hauptbestandteil dieses Moduls. Darüber hinaus geht es darum, Oevermanns Methode der Objektiven Hermeneutik, umfassend und angemessen zum Tragen zu bringen. 

Modul 5: Supervidierte Fallanalyse (2x22UE)

Von der Datenerhebung bis zur Ergebnispräsentation 
Eigenständige Umsetzung der erworbenen Erkenntnisse an einem aktuellen Praxisfall unter Supervision der Trainerin:

  • Teil I   Analyse des Familiensystems anhand objektiver Daten
  • Teil II  Erhebung und Analyse des narrativen Interviews
  • Teil III Diagnose und Interventionsvorschläge

Die Supervision ist in 2 Blöcke aufgeteilt

Modul 6: Praktische Anwendungen Übung (2x22UE)
Kompetenzerweiterung durch praktische Erfahrungen im Umgang mit der Familien-System-Diagnostik

Modul 7: Abschlussseminar (11UE)
Abschlussgespräch, Ressource-Catching, Toolbox

Termine

Terminlisten zu laufenden und kommenden Lehrgängen

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Der nächste Lehrgang (SFD 1)  startet im Herbst/Winter 2018 in Steyr/OÖ


Anmeldungen sind ab sofort möglich

 

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Förderungen

Förderungen

Die Lehrgänge können über die jeweiligen Landesbildungskonten gefördert werden, Förderungen sind auch über das AMS möglich.

Österreichweit

www.kursfoerderung.at

Die Datenbank ist ein nützliches Hilfsmittel, sich im Dschungel der vielfältigen Förderungsmöglichkeiten für Weiterbildung zurecht zu finden. Durch die Angabe mehrerer Kriterien, die bei der Vergabe von Förderungen besonders relevant sind – z.B. Alter, Wohnort, Beschäftigungsverhältnis und Mitgliedschaften – können Sie den optimalen Überblick über die Förderungen erhalten, die für Sie in Frage kommen. Die Kontaktadressen erlauben direkte Kontaktaufnahme mit den FördergeberInnen. Die Förderdatenbank wird von BildungsberaterInnen aus ganz Österreich laufend gepflegt.
 
Förderleistungen des AMS

Das AMS fördert insbesondere Qualifizierung zur beruflichen Integration. Für individuelle Auskünfte wenden Sie sich an die BeraterInnen an der für Sie zuständigen AMS-Geschäftsstelle.
 
Bildungsförderung der AK

Die AK vergibt an ihre Mitglieder in allen Bundesländern Bildungsgutscheine in unterschiedlicher Höhe.

Wien

WAFF Weiterbildungskonto für Beschäftigte
Über das Weiterbildungskonto werden berufliche Aus- und Weiterbildungen gefördert, die von dem/der AntragstellerIn persönlich getragen werden.

WAFF Weiterbildungskonto für Arbeitssuchende
Über das Weiterbildungskonto werden berufliche Aus- und Weiterbildungen für Arbeitssuchende gefördert, die von dem/der AntragstellerIn persönlich getragen werden.

Förder- und Steuertipps – WIFI Wien
Hier wurden Förderungen für Lehrlinge, Erwerbstätige, Unternehmer/-innen und Arbeitslose im Überblick zusammengestellt.

Niederösterreich

Bildungsförderung Land Niederösterreich
Das Land Niederösterreich fördert mehreren Zielgruppen bis zu 80% der Kurskosten.

Förderinfo der AK NÖ
Die AK Niederösterreich informiert und fördert ihre Mitglieder bei verschiedenen Arten der Weiterbildung.

Burgenland

Qualifkationsförderungszuschuss Land Burgenland
Das Land Burgenland fördert berufliche Weiterbildungskosten mit unterschiedlichen Fördermaßnahmen.

Förderung Wirtschaftsservice Burgenland
Aus- u. Weiterbildung von UnternehmerInnen, Fach- und Führungskräften

Tirol

Tiroler Bildungsgeld
Das Land Tirol fördert mit dem Bildungsgeld Maßnahmen zur Erhöhung der beruflichen Qualifikation.

Vorarlberg

Bildungszuschuss Vorarlberg
Das Land Vorarlberg fördert in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und dem bm:wa insbesondere berufliche Aus- und Weiterbildung mit Bildungskonto, Bildungsprämie und Startkapital.

Oberösterreich

Bildungskonto Oberösterreich
Über das Bildungskonto des Landes Oberösterreich werden Kurskosten, Lernmaterialien wie Fachbücher und Unterkunftskosten mitfinanziert.

Steiermark

Bildungsförderung Steiermark
Das Land Steiermark vergibt verschiedene Förderungen, vor allem in Bezug auf berufliche Qualifizierung.

Förderungen für Private und Unternehmen
Die steirische Wirtschaftsförderung (SFG) vergibt nicht nur selbst Förderungen, sondern verweist auch auf eine Vielzahl weiterer Fördergeber.

Salzburg

Salzburger Bildungsscheck
Privat getragene Kosten beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen werden zu 50% vom Land Salzburg ersetzt.

Kärnten

Kärntner Bildungsförderung
Für jede Person stellt das Land Kärnten bis zu 2500 Euro im Zeitraum von 5 Jahren zur Verfügung, bestätigt der Bildungs- und Arbeitsmarktreferent. 

Qualifizierungsförderung für Beschäftigte im Rahmen des ESF

Das Arbeitsmarktservice (AMS) fördert mit dieser Beihilfe die Kosten der Qualifizierungsmaßnahmen von ArbeitnehmerInnen. Ziel ist es, einerseits die Beschäftigung von ArbeitnehmerInnen durch Qualifizierung zu sichern andererseits die Weiterbildungsaktivitäten für die Arbeitgeber zu erleichtern. (Gültig ab: Jänner 2008) 

AMS Förderung für Sozialberufe Österreichweit

Das Arbeitsmarktservice (AMS) fördert mit dieser Beihilfe die Kosten der Ausbildungen von ArbeitnehmerInnen in Gesundheits- und Sozialberufen sowie Kindergartenpädagogik. Ziel ist es, durch Höherqualifizierung von Beschäftigten den Fachkräftebedarf zu reduzieren und die Weiterbildungsaktivitäten der Arbeitgeber zu erleichtern.

AMS Qualifizierungsförderung für Beschäftigte Österreichweit

Mit der Förderung von Qualifizierungen unterstützt Sie das Arbeitsmarktservice (LINK führt zum AMS OÖ) bei der Weiterentwicklung Ihrer MitarbeiterInnen. Nutzen Sie die Möglichkeit der elektronischen Beantragung über das eAMS-Konto. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem/Ihrer Berater/in der Regionalen Geschäftsstelle des AMS.

Online-Anmeldung

Online Anmeldung Lehrgänge
Übermitteln Sie uns bitte folgende Daten:
TT/MM/JJJJ
Art der Ausbildung bzw. "keine"
Rechnungsadresse:
(Falls abweichend von der oben angegebenen Adresse)

Daten zu Ihrer beruflichen Tätigkeit:

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