Zertifikatslehrgang Deeskalationsmanagement – DeeskalationstrainerIn (DeMT) Zertifikatslehrgang Deeskalationsmanagement – DeeskalationstrainerIn (DeMT)

Allgemeine Informationen

Ziel

In vielen Sozialökonomischen Betrieben ist das Auftreten angespannter und gewaltbereiten Situationen erhöht. Daher besteht dort eine besondere Notwendigkeit, sich mit der Entstehung von Gewalt und Aggression auseinander zu setzen und Handlungskompetenzen der Deeskalation zu nutzen, um psychische oder physische Beeinträchtigungen oder Verletzungen von KlientInnen und MitarbeiterInnen zu verhindern.

Der Ausbildungsgang Deeskalationsmanagement/DeeskalationstrainerIn hat eine pädagogische Grundhaltung zu vermitteln, mit der die AbsolventenInnen in ihrem Berufsfeld eine adäquate Handlungsperspektive entsprechend den speziellen Bedürfnissen der jeweiligen KlientInnen erlernen. Ziel des Ausbildungsgangs ist es die AbsolventInnen zu befähigen, eine auf die ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte soziale Betreuung von Menschen die sich in prekären und angespannten Situationen befinden positiv, beruhigend und deeskalierend auszuüben.

Insbesondere sollen AbsolventInnen Kompetenzen erwerben, um eigenverantwortlich Maßnahmen der Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz und Förderung von KlientInnen, sowie erforderlichenfalls der Intervention bis hin zur weitergehenden oder gänzlichen stellvertretenden Durchführung von Verrichtungen, durchzuführen. Die Kompetenzen sollen jedoch verstärkt und vertieft in der Begleitung, Beratung und Assistenz liegen.

Der Ausbildungsgang hat die ethischen und fachlichen Grundlagen für die verschiedenen sozialen Tätigkeiten im stationären sowie im ambulanten Bereich zu vermitteln. Durch Auseinandersetzung mit theoretischen Grundlagen und kritischer Reflexion und Aufarbeitung der Praxis soll eine fundierte fachliche und menschliche Kompetenz für verantwortungsbewusstes Arbeiten ermöglicht werden. Die AbsolventInnen sollen befähigt sein, KlientInnen aller Art in ihrer Bewältigung von schwierigen Situationen ganzheitlich zu unterstützen, sowie die Ambiguitätstoleranz während der Betreuung zu erhöhen.

Die Ausbildung setzt neben den allgemeinen Ausbildungsinhalten folgende inhaltliche Schwerpunkte:

  • Professionelles Deeskalationstraining im psychosozialen Setting
  • Ergebnisse von Studien zur Gefährdungsanalyse, besondere Gefahrenbereiche in Einrichtung
  • Möglichkeiten des präventiven Verhaltens in Situationen
  • Das Recht des Klienetn auf professionelle Unterstützung bei krankheitsbedingten Verhaltensweisen
  • Besondere aggressionsauslösende Reize bei unterschiedlichen Krankheitsbildern und Störungsbildern
  • Wahrnehmung, Interpretation und Bewertungsmuster und daraus resultierende Fehlinterpretationen und deren Auswirkungen
  • Systemischer Eskalationskreislauf und die Analyse von Eskalationsprozessen
  • Ursachen und Beweggründe von störenden und hinderlichen sozialen Verhaltensweisen von KundInen und KlientInnen
  • Impulsive Verhaltensweisen bei subjektiv erlebter Ohnmacht, Hilflosigkeit und Fremdbestimmung
  • Besonderheiten verbaler Deeskalation bei unterschiedlichen Krankheitsbildern und Störungsbildern
  • Deeskalationstraining in typischen Gefährdungssituationen in der eigenen Einrichtung
  • Nachbearbeitung von Vorfällen mit dem KundInnen und Klienten, dem Mitarbeiter und/oder dem Team
  • Kollegiale Ersthilfe und Nachsorge bei Übergriffen, Führungsverhalten und deren Auswirkungen im Umgang mit traumatisierten MitarbeiterInnen

Daten zum Lehrgang

Aufnahmevoraussetzungen:

  • Vollendetes 21. Lebensjahr
  • Abgeschlossene Soziale Grundausbildung
  • Persönliche Eignung durch physische Belastbarkeit und durch sozialer Kompetenz, diese ist insbesondere Einfühlungsvermögen, Fähigkeit zur Abgrenzung, Bereitschaft für einen verständnisvollen und wertschätzenden Umgang mit Anderen, Sensibilität für die Bedürfnisse der Zielgruppe, Kommunikationsfähigkeit sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Handeln.

Dauer:

2 Semester, ca. 10 Monate

Unterrichtsform:

Seminare, Einzel- und Gruppenarbeit, Praxis, Projektarbeit, Fallbeschreibungen und Besprechungen

Unterrichtsumfang:

max. 5 Seminarblöcke (5 Bausteine) zu 2 – 3 Tagen und 10 UE pro Tag (1 UE = 45 min), der Theorieanteil beträgt 140 UE

  • 10 UE Peergruppenarbeit
  • 10 UE Gruppensupervision im Ausbildungszeitraum auf 2 Termine zu max. je 9 TeilnehmerInnen und 5 EH aufgeteilt
  • 20 UE Hausarbeiten
  • 20 protokollierte Praxiseinheiten inkl. Reflexion darüber

Das Gesamtausmaß es Lehrganges beträgt 200 UE

ECTS in Arbeit

Unterrichtszeiten:

09:00 – 18:00 Uhr

Teilnehmerzahl:

max. 14 TeilnehmerInnen

Abschluss:

Abschlussgespräch, Reflexion

Standort:

IBQ – Institut für Bildung und Qualifizierung

Nordpool Steyr
Wolfernstraße 20b
4400 Steyr

Kosten:

€ 2.590,- 

Nächster Lehrgangsstart 28.02.2018

Termine sind Online

Anmeldung ab sofort möglich

Folder

Ausbildungsinhalte

Die Fächer in Kurzbeschreibung

Supervision ist zwischen den Modulen 2 und 3 sowie 4 und 5

Modul 1 Gewalt und Aggression

  • Die Themen Gewalt und Aggression unterscheiden und Verknüpfungen erkennen können
  • Kennen der Hintergründe für gewalttätiges Verhalten
  • Wissen über die Grundlagen der Täterarbeit
  • Wissen über die Grundlagen der Opferarbeit
  • Kennen des Gewaltkreislaufs
  • Kennen der Modelle „vertikale und horizontale Beziehungskommunikation“

Modul 2 Methoden und Anwendungsbereiche

  • Einführung in die Planung und in eine spezielle Interventionsmethodik einer strategischen Pädagogik bzw. gewaltpädagogischen Beratung
  • Wissen um die Wichtigkeit richtiger Zieldefinition
  • Erlernen eben dieser
  • Übergang von der Defizitorientierung zur ressourcenorientierten Arbeit
  • Beherrschen zielorientierter gewaltpädagogischer Methodik
  • Beherrschen des 3 M – Modells
  • Erkennen und benennen der Guten Absicht des Verhaltens

Modul 3 Kommunikation als Weg aus der Eskalation

  • Eskalierende Situationen erkennen
  • Deeskalierende Gesprächsführung
  • Gespräch konstruktiv ohne Gesichtsverlust beenden können
  • Eskalationen von Anderen begleiten
  • Erarbeiten sinnvoller Gesprächssettings für krisenhafte Umstände (Raumwahl, Sitzplatzwahl, …)
  • Umgang mit Opportunismus, Schikanen, Provokationen 

Modul 4 Praktische Anwendungsbereiche

  • Planung spezifischer Interventionsmethoden und -techniken
  • Wissensvermittlung an KollegInnen
  • Erarbeiten von deeskalierenden Konzepten

Modul 5 Reflexion, Abschluss

  • Reflexion des eigenen Handelns
  • Reflexion des Handelns der KlientInnen
  • Reflexion des Handelns der KollegInnen

Termine

Terminlisten zu laufenden und kommenden Lehrgängen

Der nächste Lehrgang (DeMT)  startet am 18.02.2018.

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Förderungen

Förderungen

Die Lehrgänge können über die jeweiligen Landesbildungskonten gefördert werden, Förderungen sind auch über das AMS möglich.

Österreichweit

www.kursfoerderung.at

Die Datenbank ist ein nützliches Hilfsmittel, sich im Dschungel der vielfältigen Förderungsmöglichkeiten für Weiterbildung zurecht zu finden. Durch die Angabe mehrerer Kriterien, die bei der Vergabe von Förderungen besonders relevant sind – z.B. Alter, Wohnort, Beschäftigungsverhältnis und Mitgliedschaften – können Sie den optimalen Überblick über die Förderungen erhalten, die für Sie in Frage kommen. Die Kontaktadressen erlauben direkte Kontaktaufnahme mit den FördergeberInnen. Die Förderdatenbank wird von BildungsberaterInnen aus ganz Österreich laufend gepflegt.
 
Förderleistungen des AMS

Das AMS fördert insbesondere Qualifizierung zur beruflichen Integration. Für individuelle Auskünfte wenden Sie sich an die BeraterInnen an der für Sie zuständigen AMS-Geschäftsstelle.
 
Bildungsförderung der AK

Die AK vergibt an ihre Mitglieder in allen Bundesländern Bildungsgutscheine in unterschiedlicher Höhe.

Wien

WAFF Weiterbildungskonto für Beschäftigte
Über das Weiterbildungskonto werden berufliche Aus- und Weiterbildungen gefördert, die von dem/der AntragstellerIn persönlich getragen werden.

WAFF Weiterbildungskonto für Arbeitssuchende
Über das Weiterbildungskonto werden berufliche Aus- und Weiterbildungen für Arbeitssuchende gefördert, die von dem/der AntragstellerIn persönlich getragen werden.

Förder- und Steuertipps – WIFI Wien
Hier wurden Förderungen für Lehrlinge, Erwerbstätige, Unternehmer/-innen und Arbeitslose im Überblick zusammengestellt.

Niederösterreich

Bildungsförderung Land Niederösterreich
Das Land Niederösterreich fördert mehreren Zielgruppen bis zu 80% der Kurskosten.

Förderinfo der AK NÖ
Die AK Niederösterreich informiert und fördert ihre Mitglieder bei verschiedenen Arten der Weiterbildung.

Burgenland

Qualifkationsförderungszuschuss Land Burgenland
Das Land Burgenland fördert berufliche Weiterbildungskosten mit unterschiedlichen Fördermaßnahmen.

Förderung Wirtschaftsservice Burgenland
Aus- u. Weiterbildung von UnternehmerInnen, Fach- und Führungskräften

Tirol

Tiroler Bildungsgeld
Das Land Tirol fördert mit dem Bildungsgeld Maßnahmen zur Erhöhung der beruflichen Qualifikation.

Vorarlberg

Bildungszuschuss Vorarlberg
Das Land Vorarlberg fördert in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und dem bm:wa insbesondere berufliche Aus- und Weiterbildung mit Bildungskonto, Bildungsprämie und Startkapital.

Oberösterreich

Bildungskonto Oberösterreich
Über das Bildungskonto des Landes Oberösterreich werden Kurskosten, Lernmaterialien wie Fachbücher und Unterkunftskosten mitfinanziert.

Steiermark

Bildungsförderung Steiermark
Das Land Steiermark vergibt verschiedene Förderungen, vor allem in Bezug auf berufliche Qualifizierung.

Förderungen für Private und Unternehmen
Die steirische Wirtschaftsförderung (SFG) vergibt nicht nur selbst Förderungen, sondern verweist auch auf eine Vielzahl weiterer Fördergeber.

Salzburg

Salzburger Bildungsscheck
Privat getragene Kosten beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen werden zu 50% vom Land Salzburg ersetzt.

Kärnten

Kärntner Bildungsförderung
Für jede Person stellt das Land Kärnten bis zu 2500 Euro im Zeitraum von 5 Jahren zur Verfügung, bestätigt der Bildungs- und Arbeitsmarktreferent. 

Qualifizierungsförderung für Beschäftigte im Rahmen des ESF

Das Arbeitsmarktservice (AMS) fördert mit dieser Beihilfe die Kosten der Qualifizierungsmaßnahmen von ArbeitnehmerInnen. Ziel ist es, einerseits die Beschäftigung von ArbeitnehmerInnen durch Qualifizierung zu sichern andererseits die Weiterbildungsaktivitäten für die Arbeitgeber zu erleichtern. (Gültig ab: Jänner 2008) 

AMS Förderung für Sozialberufe Österreichweit

Das Arbeitsmarktservice (AMS) fördert mit dieser Beihilfe die Kosten der Ausbildungen von ArbeitnehmerInnen in Gesundheits- und Sozialberufen sowie Kindergartenpädagogik. Ziel ist es, durch Höherqualifizierung von Beschäftigten den Fachkräftebedarf zu reduzieren und die Weiterbildungsaktivitäten der Arbeitgeber zu erleichtern.

AMS Qualifizierungsförderung für Beschäftigte Österreichweit

Mit der Förderung von Qualifizierungen unterstützt Sie das Arbeitsmarktservice (LINK führt zum AMS OÖ) bei der Weiterentwicklung Ihrer MitarbeiterInnen. Nutzen Sie die Möglichkeit der elektronischen Beantragung über das eAMS-Konto. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem/Ihrer Berater/in der Regionalen Geschäftsstelle des AMS.

Online-Anmeldung

Online Anmeldung Lehrgänge
Übermitteln Sie uns bitte folgende Daten:
TT/MM/JJJJ
Art der Ausbildung bzw. "keine"
Rechnungsadresse:
(Falls abweichend von der oben angegebenen Adresse)

Daten zu Ihrer beruflichen Tätigkeit:

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